Chevrefoil

 

Die Geschichte von Tristan und Isolde
Das altfranzösische Lais von Marie de France um den berühmten Harfner Tristan und die für ihn unerreichbare Isolde, die in der Literatur und Ikonografie ebenfalls als harfespielende Königin dargestellt wird, wird hier musikalisch vorgetragen, wie es auch zu Zeiten der Sänger an den Höfen Frankreichs geschehen mochte. Die berührendste Liebesgeschichte des Mittelalters wird neben Zitaten des Originaltextes zusammen mit altfranzösischen Liedern der Trouveres aufgeführt und mit instrumentalen Stücken ergänzt, bei denen das bekannte „Lamento di tristano“ natürlich nicht fehlen darf. Chevrefoil, das in sich verschlugene Geißblatt, steht hier symbolisch für die ewig schicksalhafte Verbundenheit der beiden Liebenden. 

Einige der uns heute noch bekannten Weihnachtslieder haben Ihren Ursprung im Mittelalter und sind in mittelhochdeutscher oder lateinischer Sprache überliefert. Die schönsten wurden für dieses Programm ausgewählt. Dazu zählt eines der ältesten noch gesungenen Lieder Joseph, liber nefe min sowie In dulci jubilo, in welchem Texte in lateinischer und mittelhochdeutscher Sprache kombiniert wurden. Auch unbekanntere Weihnachtslieder aus dem 14. Jh. kommen so wieder zu Gehör und werden mit Gesang und Harfenbegleitung vorgetragen.

 

Puer natus est

Quantas sabedes amar

Liebeslieder beschreiben das bekannte Motiv der "fin amors", der höfischen Liebe im Mittelalter. Dazu zählen die cansos der Trobadors und Trobairitz sowie einige sogenannte Frauenlieder. Auch das deutsche Pendant, die „Minnelieder“ wie beispielsweise von Wizlaw von Rügen, ergänzen das Programm und eröffnen einen Weg in die Liebeslyrik des Mittelalters, die voller farbenreicher Bilder und emotionalem Tiefgang ist. Für Hochzeiten kann der Vortrag auch mit individuellen Musikwünschen kombiniert werden.

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